In der therapeutischen Arbeit arbeitet das Team daraufhin, die Patientinnen und Patienten so gut wie möglich wieder in den Alltag zu integrieren. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen wollen wir eine grösstmögliche Selbstständigkeit und optimale Lebensqualität zu erreichen.
Unsere Therapeutinnen und Therapeutin sind einem interdisziplinären Team zugeordnet und arbeiten mit hirnverletzten Menschen nach den Therapiekonzepten von Affolter, Bobath und Kay-Coombes. Im Bereich der Rehabilitation von Querschnittgelähmten arbeiten wir nach internationalen Standards und unseren hausinternen Konzepten. Für Angehörige besteht in gut verständlicher Sprache eine Erläuterung der verschiedenen Therapiekonzepte im REHAB Basel.
In der Ergotherapie werden Fähigkeiten wieder erlernt, der Gebrauch von Hilfsmitteln wird abgeklärt und eingeübt. Wir nehmen auch Abklärungen für die Wohnungs-, Motorisierungs- und Arbeitsplatzsituation vor. Dabei werden die Ziele in der Rehabilitation mit dem Patienten gemeinsam vereinbart. Das soziale Umfeld und die Rahmenbedingungen werden immer mit einbezogen und adäquat berücksichtigt.
In der Logopädie werden bei Schluckstörungen in kleinen Schritten die Abläufe bei der Nahrungsaufnahme therapiert. Wir trainieren und fördern die sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten unserer Patienten. Eine Integration unserer Patienten in die Gesellschaft ist das Hauptanliegen unserer therapeutischen Arbeit. Die Fähigkeiten der Patienten, einen Alltag wieder bewältigen zu können, werden mit all unserer Kraft und unserer Erfahrung entwickelt und gefördert.
In der Physiotherapie wird die grösstmögliche Mobilität und Selbstständigkeit als Rollstuhlfahrer oder Fussgänger erarbeitet. Das beginnt mit der Therapie im Bett, geht weiter mit Erlernen des Transfers in den Rollstuhl oder Erlernen des Stehens. Gehschule oder Rollstuhltraining folgen inkl. Anpassung der Hilfsmittel wie Orthesen, Rollator und Stöcke.
Wassertherapie, Lokomat (robotergestützte Gangorthese), Laufband, Hippotherapie, Sporttherapie, Massagen und komplementärmedizinische Behandlungen ergänzen die klassischen physiotherapeutischen Techniken. Interdisziplinär werden Rollstuhlanpassungen, Spastik- und Schmerzbehandlungen durchgeführt.
Mit fachkundiger Anleitung und unter Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse und Interessen werden Anregungen zur autonomen Freizeit- und Lebensgestaltung gegeben. Unsere Patientinnen und Patienten können eine Vielzahl von Aktivitäten erproben und geniessen: Töpfern, Werken, Schnitzen, Seidenmalerei, Speckstein, Flechten, Spiel in allen Formen, Internet/PC, Musik .... Zusätzlich finden regelmässige Anlässe und gemeinsame Ausflüge statt.
Neu bieten wir den Treffpunkt "Adesso" an - einen Erfahrungsaustausch unter querschnittgelähmten Menschen.
Den Patientinnen und Patienten steht ein breites sportliches Angebot zur Verfügung, sowohl im Haus als auch im nahe gelegenen Sportzentrum Pfaffenholz. Unter Anleitung einer Sportlehrerin, die selbst Rollstuhlfahrerin ist, und der Physiotherapeutinnen und -therapeuten werden individuelle Programme zusammengestellt.
Mittels Malen und Gestalten werden Emotionen zum Ausdruck gebracht. Die künstlerische Therapie unterstützt aber auch ganzheitlich die Persönlichkeit und vermittelt Freude. In der Musiktherapie werden geistige, seelische und körperliche Leiden mittels Musik (Klang, Rhythmus, Melodie, Geräusch, Stille) fühlbar und bewusst gemacht und auf diesem Weg verändernde Neuerfahrungen in Gang gesetzt.