Post-/Long-COVID Sprechstunde

Etwa 10 bis 15 Prozent der COVID-19-Patient*innen klagen auch nach überstandener Erkrankung über diffuse Beschwerden. Sie haben ihre alte Leistungsfähigkeit nicht zurück erlangt und sind im Familienalltag und im Beruf nicht bzw. wenig belastbar. Für Betroffene dieses «Post-/Long-COVID-Syndroms» bieten wir eine spezielle Sprechstunde an.

Anmeldung

Patient*innen, die eine COVID-19 Infektion überstanden haben und unter u.g. Symptomen leiden, können sich frühestens 4 Wochen nach Infektion selbst oder über ihren (Haus)Arzt/ihre Ärztin im Ambulatorium für die Post/Long-COVID Sprechstunde anmelden. Die Anmeldung ist auch ohne Begleiterkrankungen aus den Bereichen Neurologie oder Paraplegiologie möglich.

Kontakt:

Anita Ferrauti (Administrative Leitung, REHAB ambulant)

Anita Ferrauti

Administrative Leitung
REHAB ambulant

Tel. +41 (0)61 325 01 03

Unser Behandlungsteam

Margret Hund-Georgiadis (PD Dr. med. Chefärztin und medizinische Leiterin, FMH Neurologie)

Margret Hund-Georgiadis

PD Dr. med. Chefärztin und medizinische Leiterin
FMH Neurologie

Tel. +41 61 325 00 06

Ievgeniia Noskova (Fachärztin Allgemeine Innere Medizin)

Ievgeniia Noskova

Fachärztin Allgemeine Innere Medizin

Tel. +41 61 325 00 00

Eberhard Riedenklau (Spitalarzt)

Eberhard Riedenklau

Spitalarzt

Tel. +41 61 325 00 00

Marianne Schneitter (Dr. phil., Co-Leitung Neuropsychologie / Psychologischer Dienst)

Marianne Schneitter

Dr. phil.
Co-Leitung Neuropsychologie / Psychologischer Dienst

Tel. +41 61 325 07 31

Clare Maguire (Leiterin Physiotherapie, PhD)

Clare Maguire

Leiterin Physiotherapie
PhD

Tel. +41 61 325 07 61

Nina Clobes (Leitung Logopädie)

Nina Clobes

Leitung Logopädie

Tel. +41 61 325 07 28

Barbara Schürch (Leitung Ergotherapie)

Barbara Schürch

Leitung Ergotherapie

Tel. +41 61 325 07 10

Behandlung körperlicher und kognitiver Langzeitschäden

Die Erkrankung verläuft sehr unterschiedlich. Wir wissen, dass der Erreger direkt oder durch eine überschiessende Immunreaktion vermittelt mehrere Organe angreifen und nachhaltig schädigen kann: Lunge, Niere, Herz und Gehirn sind häufig betroffen. Bei schwersten Verläufen und langer Beatmungs- und Intensivstationszeit ist nach Entlassung von der Intensivstation meist eine lange, intensive Rehabilitation und Nachsorge erforderlich. Aber auch nach überstandener leichter Coronaerkrankung fühlt sich geschätzt etwa jeder Zehnte nicht gesund.

Mögliche Symptome sind :

  • ständige Müdigkeit und Schwäche (Fatigue)
  • Husten und Atemnot bei Belastung
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Verminderung der Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie Wortfindungsstörungen
  • Gewichtsverlust
  • muskuläre Schwäche und Schmerzen

Diagnostik von Post-/Long-COVID Symptomen

Nach Anmeldung zur Post/Long-COVID Sprechstunde im REHAB Basel werden die Beschwerden und Symptome erfasst und diagnostiziert. Dazu stehen uns im Hause umfängliche diagnostische Möglichkeiten und Belastungstests zur Verfügung. Diese werden je nach Symptomlage und bereits erfolgten, auswärtigen Voruntersuchungen individuell für den Patienten / die Patientin zusammengestellt.

Dazu gehören:

  • Covid-Schnelltest
  • Lungenfunktionstest
  • Ruhe- und Langzeit EKG
  • Belastungstest (z.B. 2 Minuten Gehtest mit Pulsoximeter)
  • Schellong Test, 24h-Blutdruckmessungen
  • Kardiologische Diagnostik
  • Bildgebung, Röntgen, Ultraschall
  • Geruchs- und Geschmackstest
  • Labordiagnostik
  • Fatigue-Diagnostik
  • Depressionsscreening
  • Schmerzdiagnostik und -therapie
  • Risikoprofil erstellen

Therapie

Oberstes Ziel der Rehabilitation nach Covid-19 ist es, die Krankheitssymptome zu erkennen und fachgerecht zu behandeln, damit die Belastbarkeit im Alltag zurück gewonnen werden kann, privat wie beruflich. Basierend auf den Symptomen und den Rehabilitationszielen erstellt unser interprofessionelles Team einen individuell auf den Patienten / die Patientin zugeschnittenen 6-9 wöchigen Therapieplan. Das Behandlungsteam begleitet die Patient*innen mit Einzel- und ausgewählten Gruppentherapien, Eigentraining und regelmässiger Supervision. Die Fortschritte werden regelmässig erfasst und sind Schrittmacher für die weitere Therapieplanung.

  • Atemphysiotherapie, Reflektorische Atemtherapie, Atemmuskeltraining
  • Körperliches Aufbau-Training, Ausdauertraining, Krafttraining
  • Intensive psychologische Begleitung bei Posttraumatischer Belastungsstörung, Depression und fortbestehenden Ängsten
  • Geruchstraining bei Verlust oder Störung des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Training der Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • Alltagsorientiertes Fatigue- und Pausen-Management
  • Achtsamkeits- und Entspannungstherapie
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